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Dieses Jahr haben wir schon sehr früh viele verschiede Arten von Samen ausgesäht, damit Insekten und vor allem Bienen um uns versorgt sind.

Nachdem nach dem Stichtat - 15. März - viele Land und Waldbesitzer erst recht mit der Säuberung der Landschaft begonnen haben, wurde uns kurz danacch klar, wie wichtig es ist noch mehr Vielfalt zu sähen. Um uns ist die Landschaft nach dem umgraben und umwälzen der Gebiete so trocken und trist geworden, dass es dafür kein Begriff gibt. Dazu hatte Schorsch bereits einiges geschrieben (Wie Portugal die Wälder zerstört)

cistus ladanifer Dieses Jahr fehlten die Cistrosen in allen Farben. Denn zunächst blühen die weissen Cistrosen (Cistus salviifolius), Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis) danach blüht die Lack-Zistrose (Cistus Ladanifer). Erst dann finden wir dann die rot oder pink blühende Pflanze (Cistus albidus). Zur gleichen Zeit sollte der wildwachsende Schopflavendel wachsen. Diese Pflanzen versprühen im Sommer einen sehr aromatischen Geruch, der bei unseren abendlichen Spaziergängen sehr entspannend wirkt. Wir pflücken auf unserem unterem Grudstück oft diese Kräuter und bündeln sie zu kleinen Sträussen, die dann wohlriechend am Terrassendach hängen. Helfen ungemein gegen Mücken - aber auch nicht immer. Wenn diese ausgetrockenet sind kommen sie als Räucherware wieder zum Einsatz. Leider fehlten auch viele andere Wildblumen, die zwischen März und Juli ihre volle Pracht erreichen. Alles weg - und natürlich hatten die Bienen dieses Jahr weniger Honig. Das wurde uns auch schon mitgeteilt. Die Bienenvölker finden nichts mehr wenn der Mensch bewusst und durch Anordnung per Gesetzes-Dekret auch noch dazu aufgefordert wird. Aber dem ist nicht so, denn im Gesetz steht klar geregelt, wie ein Waldbesitzer sein Wald oder Land zu halten und zu pflegen hat. Leider, wie in so vielen Gebieten dieser Welt - meinen einige Experten dennoch das so zu  handhaben, wie sie es für richtig halten um dann doch die Subventionen zu erhalten.

 

Natürlich freuen wir uns um so mehr wenn bei uns alles blüht, was blühen will.

Schmuckkörbchen - Cosmos bipinnatusGelbe BlüteSchmuckkörbchen - Cosmos bipinnatusSchmuckkörbchen - Cosmos bipinnatusParadiesvogelbuschStockrose

Wie ihr bereits am Einleitungsbild erkennen könnt gab es auch eine Mondfinsternis, die wir fast verpeilt hatten. Eine liebe Nachbarin meldete sich noch in den Abendstunden und machte uns darauf Aufmerksam und fragte, ob wir nicht den Mond in dieser Phase einfangen könnten? Wir sofort raus und da war die Finsternis ja schon halb vorbei, wie man auf dem Bild sehen kann. Eigentlich erwischen wir mind. 1x pro Jahr den Mond in einer extravaganten roten Verfärbung. Diesmal halt nach einer Mondfinsternis. Schön war es dennoch, denn hier im Wald werden oft die Strassenlaternen abends erst gar nicht eingeschaltet. Genaueres wissen wir nicht - entweder wegen Strom sparen oder wegen der Brandgefahren.

Tja, und dieses Jahr gibt es sogar reichlich Trauben und Äpfel. Die Birnen hatten wir bereits im Juli. Da sie heiss begehrt waren, kamen wir nicht einmal zum Fotografieren. Aber über unsere Trauben, da freuen wir uns ganz besonders. Natürlich auch die Vöglein - es bleibt dennoch reichlich für alle Übrig.

TraubenTraubenTraubenBoskop Apfel

Tomatillo - Physalis philadelphicaTomatillo - Physalis philadelphica
 

Eine neue Varietät hatten wir bei den Tomaten. Es gab dieses Jahr Tomatillos. Was wir nicht wussten ist, dass sie garnicht nach Tomaten schmecken. Tomatillos - (Physalis philadelphica ). Laut Internet Rechersche reicht die erste botanische Beschreibung der Tomatillo in das Jahr 1651 zurück, als Francisco Hernandez zwei verschiedene Pflanzen erwähnt, die von den Azteken als Tomat bezeichnet. Und in der Tat fanden wir tolle Rezepte, die mit Chillischoten und Tomatillo zu einer herrlichen Dippmasse zermörsert werden. Unsere Ernte muss aber noch warten - hin und wieder dürfen wir naschen. Anders als bei den Tomaten bleibt die Frucht grün bis leicht gelblich. Ihr Geschmack erinnert an einem Apfel oder Stachelbeere. Sie ist süsslich und weniger säuerlich. Eine tolle Frucht, die wir nicht mehr missen wollen. Es sind ja reichlich Samen übrig.

Fahrenheit BlueEbenfalls Einzug in unser Sortiment hat es die Tomate - Fahrenheit Blue - geschafft. Sie schmeckt anders und überzeugt durch ihr ungewöhnliches Aussehen.

KükenTja, und was wir nicht alles verputzen können oder die Vögel, bekommen dann unsere Hühner. Wobei wir dieses Jahr bereits zwei Kücken verloren haben. Ein kleines Nackthalshuhn wurde vom Greifvogel geholt. Der hat warscheinlich aus der Luft gedacht, da unten bei denen kann das Fleisch laufen. So traurig es war - so schnell ging es.
Ein weiteres Kücken haben wir vor einigen Tagen verloren. Wir bemerkten bereits am frühen Morgen, dass es der Mutter nicht mehr hinterher lief. Also gleich untersucht auf irgendwelche Verletzungen. Leider war mit dem blosen Auge nichts festzustellen. Wir holten es zu uns und versuchten es soweit zu füttern, was auch teilweise klappte. Dennoch schwächelte das arme Tier und wir vermuten, dass irgend ein ausgewachsenes Huhn darauf getrampelt ist und das Kücken innerliche Verletzungen davon getragen hatte. Wie gesagt, zu sehen war nichts. Abends kam es wieder zur Mutter, was sie auch gerne wieder annahm. Jedoch lag es am nächsten Morgen weit vom Nest und leider tot. Es hatte die Nacht wohl nicht überstanden. Die Mutter lief bereits mit dem übrig gebliebenen Brüderchen oder Schwesterchen draussen herum.

Wir stellen immer wieder fest, dass nicht alles immer goldig ist, wenn du dich um Tierleben kümmerst. Die Natur kann aus der Sicht des Menschen schon ganz schön grausam sein.

Weitere Bilder aus dem Sommer 2019 könnt ihr hier einsehen: Ein wundervoller Sommer

 

   
© LosTimeCatchers Sara & Schorsch